Klima & Nachhaltigkeit - Strategie für Schleswig

Foto: Engagement global, Workshop Juni 2019
Foto: Engagement global, Workshop Juni 2019

Zur Aktuellen Stunde der Ratsversammlung zum Thema "Klimawandel - was bedeutet das für Schleswig" hatte ich kommentiert.

 

Zu meiner Freude fand  auf FB neben den üblichen Kritiken auch eine konstruktive Diskussion statt zu Themen wie Elektro-Auto vs. Lithiumbatterien, Parkplätze und Fahrradwege, sowie die Frage an mich, wie denn mein Konzept zum Thema Klimawandel aussähe. Darauf möchte ich hier antworten.

 

Die Ausrichtung der Verwaltung und des Handelns der Stadt in Richtung Klimaschutz und Nachhaltigkeit stellt für mich eine Grundhaltung dar. Die “global nachhaltige Kommune” ist ein von der Bundesregierung unterstützter Ansatz, der von der Servicestelle Kommunen der einen Welt begleitet wird. Hier finden sich Experten, die Kommunen in genau dieser Ausrichtung begleiten: die 17 Punkte des Pariser Abkommens der Vereinigten Nationen – Stichwort Agenda 2030 - sind heruntergebrochen zu konkreten Bereichen und messbaren Kennzahlen. Die Servicestelle bietet an, gemeinsam mit der Stadt eine Anfangsbilanz zu erstellen, aus der heraus dann eine Strategie – der Masterplan – für die kommenden Jahre erstellt wird.

 

Genau damit möchte ich beginnen: mit der Erstellung der Anfangsbilanz. Aus der heraus dann der Masterplan mit konkreten Zielen entsteht. Ziele, für die wir messbare Kriterien haben, die wir über die Jahre verfolgen können. Ein Kriterienkatalog hilft auch, jeden neuen Antrag auf seine Auswirkung auf Klima und Nachhaltigkeit zu überprüfen und in die Entscheidung mit einzubeziehen. Andere Städte hier im Norden machen das heute schon.

 

Im Sinne der Transparenz sollen diese Kriterien, und wie weit wir in Schleswig sind, auch öffentlich dargestellt werden (schleswig.de).

 

Zusammengefasst, was möchte ich umsetzen:

  • Klimabilanz erstellen
  • Masterplan erarbeiten
  • Kriterien öffentlich darstellen
  • Runder Tisch Klima – der Plan soll ja auch umgesetzt werden.

Ich höre schon die Kritiker. Unkonkret. Jein. Eine Klimabilanz sagt mir, welche Bereiche schon gut sind – ich erwarte z.B. im Bereich Energieerzeugung durch die Projekte der Stadtwerke – Stichwort kalte Nahwärme – eine relativ gute Position. Im Bereich Stadtverkehr eine eher schlechte, da unser Radnetz dringend verbessert werden muss. Das unterstützen im übrigen alle Parteien.

Die Klimabilanz hilft daher dabei zu entscheiden, was zuerst getan werden muss und wo wir Mittel der Stadt am effektivsten einsetzen.

 

Ein “Runder Tisch” mit vielen Akteuren könnte z.B. im Bereich ÖPNV Schleischifffahrt, Busse, Fahrradverleih zusammen bringen und die verschiedenen Verkehrsmittel intelligent koppeln.

 

Dies sind meine Vorschläge. Welche Ideen haben Sie?