Bewegender Grünschnack mit Andreas Tietze, MdL

Am Mittwoch Abend hatte der Ortsverband der Grünen in Schleswig mit Wiebke Hansen wieder zum Grünschnack eingeladen. Zu Gast war Andreas Tietze (MdL), Sprecher für Mobilität, Wohnungsbau und Tourismus der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Nach kurzem Input zu den Mobilitätsvision der Grünen in Schleswig-Holstein wurde mit den vielzählig anwesenden Bürgerinnen und Bürgern schnell der Einstieg in eine angeregte Diskussion gefunden.

 

Es wurde beklagt, dass das Busnetz aktuell sehr unzureichend ist. Zum Teil kochten die Emotionen angesichts der aktuell unbefriedigenden Mobilitätsituation hoch. Das Thema Radlinienstruktur und ÖPNV bewegt zurzeit vor allem die Gemüter. Frau Hansen und Dorothee Tams, Sprecherin des Ortsverbands von Bündnis 90/Die Grünen, gelang es dennoch das Gespräch hin zu einem konstruktiven Diskurs zu lenken. Wiebke Hansen regte an, den Fokus auf eine starke Vision geprägt von den Bürgerwünschen zu richten, anstatt sich aufgrund von Frust nur im Kreise zu drehen.

 

Der Landtagsabgeordnete wusste aus Erfahrung zu berichten, für den notwenigen Wandel braucht es eine starke Verwaltungsspitze, die unter anderem die Prioritäten neu bewertet. Die Radwegeplanung und –umsetzung muss ebenso wichtig gestellt werden, wie die Kraftfahrzeug-Mobilität.

 

Bei der Diskussion einer Vision für Schleswig brachte die Expertise von Andreas Tietze viele Anregungen. So zeigen Beispiele aus DenHaag und dänischen Städten, dass ein Autoverbot in der Innenstadt, den Einzelhandel dort stark belebt. Das Lebensgefühl in der Stadt steigt. Dadurch würden qualitativ hochwertige Geschäfte angezogen.

 

In der weiteren Diskussion ging es darum, dass es günstigere oder kostenlose Tickets für Schüler und Senioren geben sollte. Auch hier wusste Herr Tietze zu berichten, dass andere Kommunen verschiedene Ideen dazu mit viel Erfolg erproben. Diese Idee sei, zusammen mit strategisch optimierten Buslinien auch ins Schleswiger Umland, eine wesentliche Maßnahme, um das Verkehrsaufkommen und die Präsenz von Fahrzeugen in der Innenstadt zu reduzieren.