Berichte und Artikel

Thema Fahrradverkehr - Antworten an den ADFC

Antworten zum Fragenkatalog des ADFC

Wiebke Hansen

 

Sehr geehrter Herr Düsterhöft, sehr geehrte Fahrradfreunde,

 

Vielen Dank für Ihre ausführlichen Fragen zu meinen Vorstellungen im Bereich Klimaschutz und Verkehrswende, mit besonderem Augenmerk auf den Fahrradverkehr.

Ich stelle meinen Antworten vorweg einen Auszug aus meinem Wahlprogramm:

 

Mobilität in Schleswig neu denken
Die Innenstadt soll bequem, sicher und zuverlässig von Jung und Alt auch ohne Auto erreichbar sein. Deshalb brauchen wir intelligente Strategien zur Kopplung von Verkehrsmitteln. Dies erreichen wir durch ein flächendeckendes Radwegenetz, das alle Stadtteile verbindet und für unsere Kinder die Schulwege sicherer macht, einen starken ÖPNV und attraktive Carsharing- und Fahrradverleih-Angebote.

Konkret werde ich:

  • mich für eine intelligente Kopplung von Verkehrsmitteln einsetzen.

  • den Beschluss zur fahrradfreundlichen Stadt entschlossen umsetzen.

  • Anreize für die Nutzung des ÖPNV schaffen.

  • ein Parkleitsystem mit dezentralen Parkmöglichkeiten einführen. Dieses soll auch die privaten Parkflächen mit einbeziehen.

  • Parkraumbewirtschaftung als Baustein für eine lebenswertere Innenstadt für alle nutzen.

  • Schulwege zu Fuß und mit Fahrrad sicherer machen, z.B. durch klare Kennzeichnung und seitliche Begrenzungen.

Zu Ihren Fragen:

  1. Wie stellen Sie sich die weitere Umsetzung der Fahrradfreundlichkeit in Schleswig vor?

  • Die Umsetzung der bereits gefassten Beschlüsse scheitert im Moment an der unglücklichen Personalsituation im Bauamt. Diese werde ich aktiv angehen und – wo nötig – neue Wege des Recruiting suchen. Der Beitritt zu RAD.SH ist bereits beschlossen und wird umgesetzt. Dort haben wir die Möglichkeit, Expertise u.U. auch von aussen dazuholen und damit die Arbeiten an unserem Radwegenetz unabhängig von der Situation im Bauamt voranzubringen.

  • Durchlässigkeit der Nord-Süd Verbindungen: die heute bestehenden Einbahnstrassen machen es für die Radfahrer und insbesondere auch für die Schülerinnen und Schülern nicht immer einfach von ihrer Schule in die Wohngebiete zurückzukommen. Hier denke ich insbesondere an den Domziegelhof und die Lange Strasse: hier sollte die Möglichkeit geschaffen werden, dass Radfahrer in beide Fahrtrichtungen fahren können.

  1. Wie wollen Sie gewährleisten, dass zumindest die vorhandene Fahrradinfrastruktur (z. B. Schutzstreifen) erhalten bleibt und die Vorgaben des Regelwerks ERA 2010 umgesetzt werden?

  • Beitritt zu rad.sh – Andreas Tietze, der Grüne Sprecher für Mobilität, Wohnungsbau und Touristik im Landtag, ist am 14.08 bei uns im Kreisbahnhof zu genau diesem Thema: wie können wir Experten dazugewinnen und die bewilligten Fördertöpfe nutzen.

  • Die beschlossene Verkehrs AG sollte ihre Arbeit aufnehmen. Im Moment hat die Verwaltung dazu geraten, die Verkehrs AG erst mit Eintritt des neuen Verkehrsplaners starten zu lassen, da nur so die gesetzlichen Vorgaben von Beginn an berücksichtigt werden können. Ich halte es für wichtig, schnellstmöglich zu starten und die der Verwaltung zugedachte Position z.B. im Interim durch einen der vorhandenen fachkundigen Mitarbeitern zu besetzen.

  1. Welche Prioritäten werden Sie bei der Umsetzung der Fahrradfreundlichkeit setzen? Welche konkreten Maßnahmen planen sie in der kommenden Amtsperiode?

Wie in meinem Programm beschrieben: im Sinne der Klimaschutz-Ausrichtung bekommen die Fahrradprojekte eine höhere Priorität, die ihre Umsetzung sicherstellt.

 

Konkret:

  • Umsetzung der Achse Bahnhof – Freiheit

  • Fahrradständer an Umsteigepunkten: Bahnhof, Parkhaus, Innenstadt, Endstationen der Busse, Einkaufszentren

  • Festlegung eines Radwegstandards, der bei allen Strassenarbeiten Anwendung findet, damit langfristig alle Radwege klar gekennzeichnet sind

  • Kurzfristig: Erstellung eines Kataloges “Durchgehende Radwege”, in dem derzeitige schlechte Markierungen gesammelt und regelmäßig abgearbeitet werden (z.B. Im Nichts endende Radwegmarkierungen). Hier können Radclubs und Stadt gut zusammen arbeiten.

  1. Was verstehen Sie konkret unter Fahrradfreundlichkeit und wie wichtig ist es Ihnen, in Schleswig eine echte Verkehrswende voranzutreiben?

Fahrradfreundlichkeit bedeutet für mich, dass die Schleswiger sicher alle Orte in Schleswig erreichen können: die Kinder ihre Schulen, Einkaufende die Innenstadt und Einkaufszentren, Touristen gut ausgeschilderte Wege durch Schleswig und ins Umland. Das beinhaltet neben den klar abgegrenzten Wegen, durch Farbe oder Untergrund, ebenfalls sichere Abstellmöglichkeiten. Bereits heute finden wir an einigen Stellen der Stadt Metalbügel zum sicheren Abschliessen der z.T. wertvollen Räder. Diese Abstellmöglichkeiten müssen ebenfalls an wichtigen Stellen ausgeweitet werden: am ZOB bzw. im Parkhaus, vermehrt am Bahnhof, in der Nähe der Aufenthaltsorte der Innenstadt. Dies sind relativ schnell und einfach umzusetzende Massnahmen, die sofort den verstärkten Fokus auf den Fahrradverkehr deutlich machen.

  1. Können Sie sich zur Verbesserung der Fahrradfreundlichkeit und vor dem Hintergrund der aktuellen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen (#FridaysForFuture, #ScientistsForFuture) auch einen „großen Wurf“ der Verkehrswende vorstellen, z. B. die Umsetzung der bereits vor Jahren vom Rat beschlossenen flächendeckenden Beschränkung auf Tempo 30, die Schließung weiterer Straßen für den motorisierten Individualverkehr (wie jetzt in Bremen beschlossen) oder die deutliche Aufwertung von ÖPNV und Radverkehr durch eine gezielte Verknüpfung dieser Verkehrsmittel?

Dort, wo die Infrastruktur gut und sicher ist, steigen die Menschen auch um und lassen ihr Auto stehen. Diese Infrastruktur ist also mein Ziel: Fahrrad – Abstellmöglichkeiten – ÖPNV.

 

Ich habe mit mehreren grünen Verkehrsexperten diesen Punkt diskutiert. Tempo 30 bzw. Achtsames Fahren findet in vielen Wohngebieten bereits statt, es gibt weiter die schnell befahrenen Achsen (u.a. Flensburger Strasse, Berliner Strasse, Königsstrasse usw.), die alle durchgehend gut gestalteter Fahrradwege bedürfen. Dort, wo bereits Erneuerungsmassnahmen stattgefunden haben, ist der Fahrradweg schon in gutem Zustand, die Flensburger Strasse ist hier eher ein Negativ-Beispiel. Natürlich ist es mein Ziel, diesen Zustand zu ändern.

 

Die intelligente Verknüpfung der Verkehrsmittel ist, wie Sie meinem Programm entnehmen können, ebenfalls eines meiner Ziele: Zug und Bus aufeinander abgestimmt, das in Nordfriesland gerade etablierte Rufbus-System sollten wir für Schleswig ebenfalls in Betracht ziehen.

 

Weiter halte ich eine gezielte Lenkung des Autoverkehrs auf gut ausgeschilderte, ÖPNV angebundene Parkplätze mit sichtbaren Informationstafeln zu Fahrradwegen, Wanderwegen und Entfernungen zu touristischen Punkten für wichtig.

 

Sie fragen nach dem “großen Wurf”. Ich bin überzeugt, dass wir die Lebensqualität in Schleswig durch ein übergreifendes gemeinsames Ziel verbessern können. Ein übergreifendes Ziel kann aber nicht ausschliesslich “fahrradfreundliche Stadt” sein. In meinem Verständis ist “Klimaneutral bis 2040” so ein übergreifendes Ziel, in das sich die Massnahmen zur Verstärkung des Radverkehrs ganz natürlich einfügen.

Grünschnack mit Joschka Knuth

Wiebke Hansen und Joschka Knuth (MdL) im Gespräch zur Wirtschaft im Norden und Digitalisierung

 

Am 22.08.2019 war Joschka Knuth (MdL) zu Gast im Grünschnack des GRÜNEN Ortsverbandes Schleswig und Umgebung. In gemütlicher Runde ging es um die Themen Wirtschaft im Norden, Chancen und Herausforderungen von nachhaltiger Industrie sowie Digitalisierung.

 

Ein zentraler Punkt, in dem sich alle Anwesenden einig waren, ist der Wandel der Standortfaktoren bei der Wahl des Wohnortes. Die Standortfaktoren der Zukunft sind softer. Die Digitalisierung ermöglicht es den Menschen zunehmend, dort zu leben wo sie es am Schönsten finden. Unter den Gästen waren einige, die bewusst nach Schleswig und Umgebung gezogen sind, weil die Lebensqualität hier hoch und der Anschluss an die weite Welt Dank Breitbandausbau und Bahnhof dennoch vorhanden ist. Unter ihnen auch unsere Bürgermeisterkandidatin Wiebke Hansen. Wiebke hat viel von der Welt gesehen und sich dennoch oder deswegen für die schöne Schleistadt Schleswig entschieden.

 

Joschka Knuth wusste von einigen norddeutschen Startups zu berichten, die so erfolgreich sind, dass sie ohne weiteres stark expandieren könnten. Das wollen viele heute aber gar nicht mehr, denn damit bliebe auch deutlich weniger Zeit, die Schönheit Schleswig-Holsteins zu genießen. So entsteht ein neuer Unternehmergeist – weg vom Höher, Schneller, Weiter hin zu bewusst gelebtem Erfolg.

 

Doch die Trendwende zu nachhaltigerem Wirtschaften ist nicht nur bei den Startups angekommen. Joschka berichtet von Beispielen groß industrieller Betriebe in Schleswig-Holstein, die zunehmen offen dafür sind, ihre Produktion auf einen möglichst Umwelt schonenden Betrieb auszurichten. „Viele große Unternehmen freuen sich regelrecht über die Herausforderung, ihre langjährigen Strukturen neu zu denken, Innovationen zu schaffen. Sie steigen damit in eine neue Art von Wettbewerb ein. Wer ökonomisch erfolgreich sein will, muss auch ökologisch wirtschaften.“ so Knuth.

 

Joschka hat schon in seiner Zeit in der Unternehmensberatung und Wirtschaftsprüfung große Unternehmen bei diesem Wandel beraten und setzt diese Arbeit als Mitglied des Landtages SH nun fort. Und auch für die Planung öffentlichen Raums bringt Joschka einige sehr spannende Impulse aus der Wirtschaftsberatung mit. Mit Wiebke Hansen tauscht er sich über Human Centred Design aus und gibt einige Tipps für die Entwicklung von Schleswig.

 

Die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung wurden auch im Zusammenhang mit Online Gaming diskutiert. Die GRÜNEN streben eine Anerkennung des Online Gaming als Sportart nach dem Vorbild Skandinaviens an, da so Strukturen, die bisher vielfach nicht greifbar sind, in die Sportvereine integriert werden könnten. Damit würde es deutlich leichter werden, echte Gemeinschaften zu schaffen und auch Sucht- und Gewaltprävention anzubieten. Wiebke wusste zu berichten, dass viele Schleswiger Sportvereine mit sinkenden Mitgliederzahlen zu kämpfen haben und war dieser Idee gegenüber sehr aufgeschlossen.

 

Abschließend konnte Joschka noch einige Tipps hinsichtlich nachhaltiger Beschaffung in der öffentlichen Büroausstattung mitgeben, die Wiebke Stück für Stück implementieren könnte, wenn sie am 01.09.2019 die neue Bürgermeisterin von Schleswig wird.

 

Ein hochspannender und rundum gelungener Abend! Vielen Dank an Wiebke, Joschka und alle Gäste für den tollen Austausch!

Sechster Schleispaziergang - ZOB

Am ZOB begrüßen wir alle - die fünf Kandidaten - die Vorbeifahrenden. Der erste Schleispaziergang im Regen!

 

In den letzten Wochen ging es los bei Sonne und Wind, norddeutscher Sommer eben. An diesem Sonntag wurde es dann wirklich ernst: Regen. Mit Schirm oder Kapuze.

Losgegangen sind wir trotzdem: vom Parkhaus über den Lornsenpark. Wirklich schön, dieses Grün mitten in der Stadt. Ich erinnere noch den sandigen Platz aus meiner Kindheit.

Ein Paar Neu-Schleswiger war voll des Lobes darüber, wie gepflegt und bunt begrünt unsere Stadt ist - Lob an die Umweltdienste!

 

Wir gingen auch durch das Hohe Tor in der Langen Strasse: wem sind die grauen Pflastersteine schon aufgefallen, die den Standort des Hohen Tors markieren? Eine Tafel mit kurzer Erläuterung findet sich am nahegelegenen Haus.  Und wer unter den Lesern kennt auch die alte Sage nach der eine angeklagte Frau, Mitte des 16. Jahrhunderts, genau hier am Hohen Tor einen sogenannten Topfzauber ausgesprochen hat.

Alte Sagen der Stadt.

Weiter ging es über die Kreisbahntrasse am Holmer Noor entlang und hinunter zum St.-Johannis-Kloster. Zum Glück waren alle regentauglich ausgestattet - am Holm wurde es dann trocken.

Die interessanten Gespräche drehten sich darum, wie wir die Innovation in Schleswig anregen können - ein Teilnehmer erzählte von direkt am Meer gelegen Innovationszentren in Dänemark, in denen Startups und Selbständige der IT Branche ihre Büros haben. Sie lassen sich von Natur und Mitmietern inspirieren. Diese Orte sind gut versorgt mit Internet, Büros und Cafés, bieten einen hohe Lebensqualität, sind ansonsten aber eher abgelegen - und dennoch erfolgreich.

Wo könnten wir in Schleswig so einen Innovationsort einrichten, möglichst mit Blick auf die Schlei, gut angebunden ...

An der Schlei entlang ging es über die Königswiesen zurück, mit weiteren Ideen - open-air Konzerte, im Rasen, am Kanal sitzend zuhören - es war wirklich eine kreative interessierte Truppe auch an diesem Sonntag! Dank an alle, die mitgekommen sind.

 

Am nächsten Sonntag geht es um 11 Uhr zum letzten Schleispaziergang ab Rathausmarkt los.

Bewegender Grünschnack mit Andreas Tietze, MdL

Am Mittwoch Abend hatte der Ortsverband der Grünen in Schleswig mit Wiebke Hansen wieder zum Grünschnack eingeladen. Zu Gast war Andreas Tietze (MdL), Sprecher für Mobilität, Wohnungsbau und Tourismus der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Nach kurzem Input zu den Mobilitätsvision der Grünen in Schleswig-Holstein wurde mit den vielzählig anwesenden Bürgerinnen und Bürgern schnell der Einstieg in eine angeregte Diskussion gefunden.

 

Es wurde beklagt, dass das Busnetz aktuell sehr unzureichend ist. Zum Teil kochten die Emotionen angesichts der aktuell unbefriedigenden Mobilitätsituation hoch. Das Thema Radlinienstruktur und ÖPNV bewegt zurzeit vor allem die Gemüter. Frau Hansen und Dorothee Tams, Sprecherin des Ortsverbands von Bündnis 90/Die Grünen, gelang es dennoch das Gespräch hin zu einem konstruktiven Diskurs zu lenken. Wiebke Hansen regte an, den Fokus auf eine starke Vision geprägt von den Bürgerwünschen zu richten, anstatt sich aufgrund von Frust nur im Kreise zu drehen.

 

Der Landtagsabgeordnete wusste aus Erfahrung zu berichten, für den notwenigen Wandel braucht es eine starke Verwaltungsspitze, die unter anderem die Prioritäten neu bewertet. Die Radwegeplanung und –umsetzung muss ebenso wichtig gestellt werden, wie die Kraftfahrzeug-Mobilität.

 

Bei der Diskussion einer Vision für Schleswig brachte die Expertise von Andreas Tietze viele Anregungen. So zeigen Beispiele aus DenHaag und dänischen Städten, dass ein Autoverbot in der Innenstadt, den Einzelhandel dort stark belebt. Das Lebensgefühl in der Stadt steigt. Dadurch würden qualitativ hochwertige Geschäfte angezogen.

 

In der weiteren Diskussion ging es darum, dass es günstigere oder kostenlose Tickets für Schüler und Senioren geben sollte. Auch hier wusste Herr Tietze zu berichten, dass andere Kommunen verschiedene Ideen dazu mit viel Erfolg erproben. Diese Idee sei, zusammen mit strategisch optimierten Buslinien auch ins Schleswiger Umland, eine wesentliche Maßnahme, um das Verkehrsaufkommen und die Präsenz von Fahrzeugen in der Innenstadt zu reduzieren.

 

 

 

Grünschnack mit Dr. Ingrid Nestle

Der Stromnetzausbau, Wasserstoffantrieb und E-Mobilität in Gestalt von E-Scooter haben zuletzt vielfach die Gemüter erhitzt. Bürgermeisterkandidatin Wiebke Hansen hatte eine hoch interessante Gesprächspartnerin eingeladen: Dr. Ingrid Nestle MdB, Sprecherin für Energiewirtschaft der grünen Fraktion im Bundestag.

 

Nach einem fachlich sehr fundierten Kurzvortrag der Bundestagsabgeordneten kam es zu einen angeregten Austausch. Neben den energiepolitischen Themen wurde klar, es erfordert Politiker und Bürgermeister mit Feingefühl und Mut, um die Rahmenbedingungen für gesellschaftlichen Wandel zu schaffen. Insbesondere die Fridays-for-Future Bewegung gibt hier Rückendeckung. Gleichzeitig, so Nestle, fordern die jungen Leute zurecht, dass die Grünen noch konkreter Lösungen gestalten. „Klimaschutz muss sozialverträglich ausgestaltet werden und Nichtstun ist untragbar und unbezahlbar.“ so Nestle.

 

Insgesamt wurden viele konkrete Möglichkeiten für Schleswig besprochen und auch bestehende Konzepte diskutiert. In ihrem Positionspapier beschreibt Wiebke Hansen ihre Vorstellung von der Schaffung eines Gründerzentrums in Schleswig in Zusammenarbeit mit den Unternehmern der Region und den Hochschulen in Flensburg, um weitere Innovationskraft in Schleswig anzusiedeln. Jens Gieselmann von den Schleswiger Stadtwerken signalisiert Interesse und gibt zu bedenken, dass es hierzu vor allem eine gute Strukturvorgabe, Planung und Umsetzung durch die Verwaltungsleitung braucht.

 

An diesem Nachmittag zeigt sich die Führungs- und Vermittlungsqualität, für die Wiebke Hansen als Bürgermeisterkandidatin steht. Jenseits des politischen Wahlkampfs entstand auf Grundlage der Bürgerfragen ein sehr konstruktiver Diskurs, der sowohl von der Fachkompetenz der anwesenden Vertreter aus der Energiewirtschaft als auch von der politischen Erfahrung der grünen Bundestagsabgeordneten geprägt war.

 

Deutlich wurde bei aller energiepolitischer Diskussion auch die enge Verknüpfung mit neuen Mobilitätskonzepten für die Stadt und die umliegenden ländlichen Regionen. Am Mittwoch, den 14.08.2019 hat Frau Hansen dazu Andreas Tietze (MdL) eingeladen, Sprecher für Mobilität, Wohnungsbau und Tourismus der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Um 19 Uhr im Hotel Alter Kreisbahnhof haben die Schleswiger dann die Möglichkeit hierzu mit dem Landtagsabgeordneten und der Bürgermeisterkandidatin zu diskutieren.

Vierter Schleispaziergang - Luisenbad

Viel Trubel erwartete die Spaziergruppe am Luisenbad am Sonntag, den 4. August: auf den Königswiesen fand ein Kinderfest statt.

Eine malerische Strecke entlang der Schleipromenade und durch den Lollfuß. Alle waren so in ihre Gespräche vertieft, dass die Gruppe erst im Lollfuß hielt. Mehrere Bürger waren gekommen, auch nach Gesprächen am Samstag im Stadtweg, um Wiebke Hansen und ihre Vorstellungen für Schleswig genauer kennenzulernen.

Die häufigste Frage dreht sich um ihre Berufserfahrung: "Sie haben ja keine Verwaltungserfahrung."

Nein, in der öffentlichen Verwaltung habe sie nicht gearbeitet, wohl aber in großen Organisationen, mit Führungs- und Personalverantwortung.

Die letzten Amtsvorgänger konnten alle auf Verwaltungserfahrung bauen, und auch dieses Fachwissen hat nicht davor geschützt, dass Projekte lange dauern und viele Positionen im Rathaus zu besetzen sind. Es mag Zeit sein für eine andere Art der Zusammenarbeit, der Zielsetzung und der Modernisierung der Arbeitsabläufe.

 

 

Dritter Schleispaziergang ab Schleihallenparkplatz

Die Schleimöwe hat uns auf diesem dritten Spaziergang durch Schleswig gegrüßt.

Gestartet sind wir am Schleihallenparkplatz, hier gibt es viel Platz für alle, die Schloss und Stadt besuchen wollen. Die Informationstafel hilft für eine erste Orientierung.

Auf dem Gelände des Schloss Gottorf haben wir kurz bei den Informationen über den geplanten Anbau halt gemacht. Anfangs war meine Begeisterung über den geplanten Glas-Bau verhalten. Die Erläuterungen und die Sichtweise, dass an unserem Schloss in vielen Epochen mit den damals typischen Baustilen gebaut wurde, wir das nun eben in unserer Epoche mit unserem Baustil weiterführen, hat mich etwas mit dem Projekt versöhnt. Besonders sinnvoll für Touristen und Schleswiger empfinde ich die Verbindungsachse Schloss - Lollfuß, die jetzt gerade fertiggestellt wurde. So können wir vom Lollfuß per Rad und zu Fuß ins Schloss gelangen bzw. die Besucher des Schlosses in die Stadt.

Weiter ging es über Neuwerk am Hesterberg vorbei zur Allee - ein wunderschöner Blick über die Stadt, bei strahlend blauem Himmel. Am Chemnitz Bellmann Denkmal steht eine neue Informationstafel zum Schleswig-Holstein-Lied - Dank an die Schüler der Bruno-Lorenzen-Schule.

Dann die Lollfußtreppe herunter und an den beiden leeren Plätze im Lollfuß vorbei: wann gehen wohl die Pläne für den Theaterplatz weiter, fragten sich viele Teilnehmer.

Auf der Baustelle des alten Mackrott Grundstücks haben sich kleine Wasserstellen mit Schilf gebildet. Die Natur nutzt jeden länger unberührten Platz und die ursprünglichen Pflanzen wie Schilf finden sich wieder ein.

 

Bei jedem Spaziergang (wieder-)entdecke ich besondere Ecken meiner Geburtsstadt und die Gespräche mit den engagierten Schleswigern bringen weitere Ideen und Anregungen, wie Schleswig noch lebenswerter werden kann.

 

Mein Dank geht zu allen Teilnehmern, am nächsten Sonntag starte ich um 11 Uhr am Luisenbad und gehe über die Promenade durch Lollfuß und Stadtweg über die Königswiesen zurück.

Grünschnack rund um das Thema Klima

#NeueEnergieFürSchleswig
#NeueEnergieFürSchleswig

Der Alte Kreisbahnhof war am Dienstagabend wieder gut gefüllt zum Grünschnack mit der grünen Ortsgruppe und der Bürgermeisterkandidatin Wiebke Hansen. Nach kurzer persönlicher Vorstellung ging es um das Thema “Klima” - wie kann die Stadt Schleswig ihr Wirken in Richtung Klimaschutz ausrichten und welche konkreten Handlungen wünschen sich die Bürger.

Nach den einführenden Worten von Wiebke Hansen kamen aus den Reihen der Bürger die bekannten Themen rund um Klimaschutz: Fahrradverkehr und Mobilität, erneuerbare Energien und deren lokale Erzeugung / lokaler Verbrauch sowie Einsparungen z.B. durch Umstellung der Beleuchtung auf LED oder besser noch Solar.

Im weiteren Verlauf sprachen die anwesenden Bürger neben den allgemeinen Themen des Wahlkampfs auch das Verhalten der Politiker und der Verwaltung bei Bürgerfragen an. Sie kritisierten den Tonfall und die fehlenden Antworten auf ihre Fragen: “Man hat schon gar keine Lust mehr, sich einzubringen. Da sollten sich die Politiker nicht wundern, wenn die Wahlbeteiligung niedrig ist.”

Gleichzeitig war im Publikum großes Interesse an der eigenen Stadt zu spüren und der Wille, Schleswigs Entwicklung mitzugestalten wurde sehr deutlich. Bereits in diesem Dialog wurde klar, dass Wiebke Hansen für einen neuen Führungsstil und ein Miteinander steht. Es gelang ihr schnell, frustrierte Wortmeldungen der Bürger hin zu einem konstruktiven Dialog zu lenken. Das Stichwort Bürgerbeteiligung fiel wiederholt und unterschiedliche Formen, die eine solche Beteiligung annehmen kann wurden angeregt: Informations-austausch, Dialog oder bürgerliche Mitbestimmung.

Wiebke Hansen unterstrich, dass sie die Entwicklung eines Leitfadens zur Bürgerbeteiligung für nötig hält, damit das gemeinsame Wirken und die Erwartungen von Bürgern, Verwaltung und Politik auf realistische Grundlagen gestellt werden. Sie berichtet, andere Städte wie Kiel setzen so einen Leitfaden bereits erfolgreich um. Frau Hansens Erfahrungsaustausch mit den Kielern zeigt, wichtig ist, dass die Erwartung dessen was nötig und möglich – oder eben unmöglich – ist, ausgesprochen wird.

Klar wurde während des Abends, dass der /die Bürgermeister*in einer Stadt nicht nur für Inhalte der Politik steht sondern maßgeblich den Stil im Umgang miteinander und das Management der Verwaltung prägt.

Und das ist eine Stärke von Wiebke Hansen, sie zeigt eine Alternative zu den gewohnten Strukturen der Macht und den verschlossenen Türen. Mit dem Verlauf des Abends entstanden eine Aufbruchsstimmung und eine neue Euphorie für unsere schöne Stadt.

 

Die nächsten Gelegenheiten Wiebke Hansen sowie die Schleswiger GRÜNEN kennenzulernen sind der Schleispaziergang am Sonntag um 11 Uhr am Schleihallenparkplatz und danach geht es zum MittagsSnack in die Strandhalle um 13 Uhr: Ingrid Nesté, MdB spricht zu den Themen der Energiewende. Dann am Mittwoch, den 14.08.2019 um 19 Uhr im Hotel Alter Kreisbahnhof. Dort wird auch unser Landtagsabgeordneter Andreas Tietze (SHZ berichtete zum Verkehrsprojekt Husum https://www.shz.de/24779232 ©2019) zusammen mit Frau Hansen und den Bürgern Schleswigs zum Schwerpunktthema Mobilität und Verkehr in den Dialog treten.

Zweiter Schleispaziergang am Schloss

An diesem Sonntag fand der zweite von sieben Schleispaziergängen der Bürgermeisterkandidatin Wiebke Hansen statt. Ihrer Einladung, gemeinsam die besonderen Ecken Schleswigs zu besuchen, waren mehrere Schleswiger gefolgt. Wie angekündigt gab es genug Zeit zum Klönen und insbesondere Zeit, sich mit einigen der wichtigen Themen der Stadtentwicklung auszutauschen: auf der alten Kreisbahntrasse ging es zum Bahnhof, was lag also näher als das Thema "Fahrradwege": der geplante Ausbau eines durchgängigen Radwegs vom Bahnhof zur Freiheit, die Gefahren zu schnellen Fahrens und das gute Miteinander von Radfahrern und Fußgängern hier und an anderen Orten. Alle waren sich einig: die Umsetzung des zentralen Achse hat Priorität.

Eine kurze Schnack-Pause wurde an der neuen Feuerwache eingelegt, das neue Gebäude begutachtet und die wichtige Rolle der freiwilligen Feuerwehr gewürdigt, die im Ehrenamt für den Brandschutz der Stadt sorgt und in der Jugendarbeit Wichtiges leistet, in dem die jungen Menschen in der Gemeinschaft Kameradschaft erleben.

Das Thema Bahnhof / Investor wurde nur kurz gestreift. Wiebke Hansen unterstrich, “Solange die Gerichtsverfahren laufen, wird es hier wohl nicht weiter gehen. Ein neuer Bauantrag könnte das natürlich sofort beschleunigen.“

Zurück ging es über die Dreifaltigkeitskirche mit ihrem alten Baumbestand und durch die Friedrichstrasse zum Schloss. Dank geht an alle, die dabei waren. Auch am nächsten Sonntag startet der Spaziergang um 11 Uhr, diesmal am Schleihallenparkplatz. Die weiteren Termine und Treffpunkte finden Sie auf hier .

Erster Schleispaziergang im Friedrichsberg

#neueEnergiefürSchleswig
#neueEnergiefürSchleswig

Am Sonntag fand der erste von sieben Schleispaziergängen mit der Bürgermeisterkandidatin Wiebke Hansen statt.

Sie lädt die Schleswiger Bürgerinnen und Bürger dazu ein, an den kommenden Sonntagen jeweils um 11:00 Uhr gemeinsam besondere Ecken Schleswigs zu besuchen - mit Zeit zum Klönen und Spazierengehen, zu Mittag sind alle wieder Zuhause. Gestartet wird an verschiedenen Orten entlang des Schleibeckens, genaue Termine und Treffpunkte finden Sie auf https://www.wiebke- hansen.com/start/termine/.

 

Wiebke Hansen berichtete, es sei eine hochinteressante Tour durch den Friedrichsberg gewesen. Der Spaziergang ging vorbei am Öhr, dem Einkaufszentrum und dann zum Stadtmuseum. Babette Tewes berichtete über die kommenden Planungen, das Museum noch schöner zu gestalten mit einer leichter zugänglichen Spielzeugsammlung und einem noch schöneren Café.

Weiter ging es zum Kleinberg, einem kleinen ursprünglichen Platz mit liebevoll erhaltenen Wohnhäusern und altem Baumbestand. Über kleine Fußwege gelangte die Gruppe unter der Brücke vorbei am OLG und zum Wikingeck. Wiebke Hansen: „Mir fällt hier insbesondere der Bärenklau am Ufer gegenüber dem Gottorfer Damm auf. Um die Beseitigung dieser giftigen Pfanze habe ich bereits die Umweltdienste gebeten.”

An aktuellen Themen interessierte besonders die Frage um die Situation am Wikingeck. „Hier muss es vorangehen“, so Wiebke Hansen, „als Aufgabe des Bürgermeisteramtes sehe ich es an, alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen und konsequent eine gemeinsame Lösung voranzutreiben.“

Zurück ging es durch die Friedrichstraße. Wiebke Hansen bewunderte die wunderschönen Ecken - wie den Kleinberg und alte Villen - und wies jedoch genauso auf die weniger schönen Seiten unter der Brücke und ungepflegten Leerstände hin, bei denen es ebenfalls Handlungsbedarf gibt. Dank für die Friedrichsberger Geschichten gilt Dr. Johannes Thaysen, dem Vorsitzenden des Friedrichsberger Bürgervereins und Dr. Babette Tewes, für die interessanten Einsichten rund ums Stadtmuseum.

Am nächsten Sonntag findet der zweite Spaziergang um 11 Uhr ab Schloss Gottorf statt.

Klima & Nachhaltigkeit - Strategie für Schleswig

Foto: Engagement global, Workshop Juni 2019
Foto: Engagement global, Workshop Juni 2019

Zur Aktuellen Stunde der Ratsversammlung zum Thema "Klimawandel - was bedeutet das für Schleswig" hatte ich kommentiert.

 

Zu meiner Freude fand  auf FB neben den üblichen Kritiken auch eine konstruktive Diskussion statt zu Themen wie Elektro-Auto vs. Lithiumbatterien, Parkplätze und Fahrradwege, sowie die Frage an mich, wie denn mein Konzept zum Thema Klimawandel aussähe. Darauf möchte ich hier antworten.

 

Die Ausrichtung der Verwaltung und des Handelns der Stadt in Richtung Klimaschutz und Nachhaltigkeit stellt für mich eine Grundhaltung dar. Die “global nachhaltige Kommune” ist ein von der Bundesregierung unterstützter Ansatz, der von der Servicestelle Kommunen der einen Welt begleitet wird. Hier finden sich Experten, die Kommunen in genau dieser Ausrichtung begleiten: die 17 Punkte des Pariser Abkommens der Vereinigten Nationen – Stichwort Agenda 2030 - sind heruntergebrochen zu konkreten Bereichen und messbaren Kennzahlen. Die Servicestelle bietet an, gemeinsam mit der Stadt eine Anfangsbilanz zu erstellen, aus der heraus dann eine Strategie – der Masterplan – für die kommenden Jahre erstellt wird.

 

Genau damit möchte ich beginnen: mit der Erstellung der Anfangsbilanz. Aus der heraus dann der Masterplan mit konkreten Zielen entsteht. Ziele, für die wir messbare Kriterien haben, die wir über die Jahre verfolgen können. Ein Kriterienkatalog hilft auch, jeden neuen Antrag auf seine Auswirkung auf Klima und Nachhaltigkeit zu überprüfen und in die Entscheidung mit einzubeziehen. Andere Städte hier im Norden machen das heute schon.

 

Im Sinne der Transparenz sollen diese Kriterien, und wie weit wir in Schleswig sind, auch öffentlich dargestellt werden (schleswig.de).

 

Zusammengefasst, was möchte ich umsetzen:

  • Klimabilanz erstellen
  • Masterplan erarbeiten
  • Kriterien öffentlich darstellen
  • Runder Tisch Klima – der Plan soll ja auch umgesetzt werden.

Ich höre schon die Kritiker. Unkonkret. Jein. Eine Klimabilanz sagt mir, welche Bereiche schon gut sind – ich erwarte z.B. im Bereich Energieerzeugung durch die Projekte der Stadtwerke – Stichwort kalte Nahwärme – eine relativ gute Position. Im Bereich Stadtverkehr eine eher schlechte, da unser Radnetz dringend verbessert werden muss. Das unterstützen im übrigen alle Parteien.

Die Klimabilanz hilft daher dabei zu entscheiden, was zuerst getan werden muss und wo wir Mittel der Stadt am effektivsten einsetzen.

 

Ein “Runder Tisch” mit vielen Akteuren könnte z.B. im Bereich ÖPNV Schleischifffahrt, Busse, Fahrradverleih zusammen bringen und die verschiedenen Verkehrsmittel intelligent koppeln.

 

Dies sind meine Vorschläge. Welche Ideen haben Sie?

Erfolgreicher Auftakt der Wahlkampagne

Im prallgefüllten Alten Kreisbahnhof hat Wiebke Hansen, Bürgermeisterkandidatin der Grünen, heute Abend sich selbst und ihr Wahlprogramm der Öffentlichkeit vorgestell

Gut 50 Personen waren gekommen, um die Frau kennenzulernen, die nach eigenen Aussagen der Politik in Schleswig eine neue Richtung geben möchte. Zunächst berichtet Hansen von ihrem Werdegang als in Schleswig groß gewordene Mathematikerin und erfolgreiche Personalentwicklerin, die in London ihren italienischen Mann kennenlernt, mit ihm nach Italien geht, dort eine Familie gründet. Als die beiden Töchter aus dem Gröbsten heraus sind, führt der Weg über München zurück nach Schleswig – nach Hause

Dort wird sie vom Plastik in der Schlei förmlich mitgerissen. Sie initiiert einen Blog – Unsere Schlei plastikfrei – und wird politisch aktiv, schließt sich den Grünen an, wird Mitglied im Aufsichtsrat der Stadtwerke.

Klima- und Umweltschutz und die Mobilitätswende sind noch immer die Themen, die Wiebke Hansen voranbringen möchte. Hier hat sie viele Ideen. In ihrem politisch geprägten Elternhaus in Schleswig, wurde viel diskutiert. Doch erst mit einigem Abstand konnte sie die Politik für sich selbst entdecken.

Ihr eigentliches Herzensthema ist jedoch die Verwaltung und Personalführung. Als Personalentwicklerin weiß sie, wie sie Teams strukturieren und motivieren kann, wie Projekte erfolgreich zum Ziel geführt werden können. Dies möchte sie in Schleswig einbringen.

Nach ihrer Vorstellung ist Zeit für Fragen, die Hansen sich in Ruhe anhört, manchmal nachfragt, um dann besonnen zu antworten. Bürgerbeteiligung sei ihr wichtig, wie sie betont. Nach der Art und Weise wie sie mit den Anwesenden spricht, glaubt man ihr das auch.

„Genau das was Schleswig braucht“, sind am Ende des Abends viele Zuhörer überzeugt.

Eine echte Chance für Schleswig.

 

Im Bild: Ov-Sprecherin Dorothee Tams, Kreisverbandssprecherin Uta Bergfeld, Bürgermeisterkandidatin Wiebke Hansen, Landesverbandsvorsitzende Anna Tranziska, Fraktionssprecherin Babette Tewes

1 Kommentare

„Klimawandel - was bedeutet das für Schleswig“ - Aktuelle Stunde der Ratsversammlung 24.06.2019

Ich bin überrascht. Überrascht über die Reaktion der Ratsversammlung auf die Aktuelle Stunde zum Thema Klimawandel. Hier ging es darum, eine konstruktive Diskussion zu führen über die nächsten Schritte, die wir in Schleswig zum Thema Klimawandel anstoßen konnen.

Eine Diskussion, die sich angesichts des Wahlergebnisses der Europawahl viele Einwohnerinnen und Einwohner dieser Stadt wünschen. Nun wird das den Grünen als Wahlpropaganda für die kommende Bürgermeisterwahl ausgelegt, und damit die so wichtige ernsthafte Diskussion verhindert.

Ein Drittel der Schleswiger Wählerinnen und Wähler haben ihre Stimmen den Grünen gegeben, die sich insbesondere für das Thema Klimaschutz einsetzen. Da halte ich es für völlig konsequent, als Auftakt eine Aktuelle Stunde zu beantragen.

In Städten quer durch Schleswig-Holstein – Flensburg, Neumünster, Mölln oder Lübeck - wird der Klimanotstand beantragt und mehrheitlich vom städtischen Rat auch mit den Stimmen von CDU und SPD beschlossen! – Hier in Schleswig wurde stattdessen der weit sanftere Weg einer Aktuellen Stunde gewählt, und das wird den Grünen als Wahlpropaganda ausgelegt?

Persönlich halte ich es für höchste Zeit, dass wir uns in der Stadtverwaltung und Politik mit Themen des Klimawandels beschäftigen und z.B. unsere Beschlüsse dahingehend überprüfen, wie es schon viele Gemeinden in Schleswig-Holstein machen: Kiel ist ausgezeichnet als Masterplan-Kommune beim Bundesprogramm „Masterplan Klimaschutz“. Flensburg, Lübeck, Neumünster, Bad Segeberg, alles Kommunen in Schleswig-Holstein, die den Klimanotstand ausgerufen und entsprechende Aktionen - von Photovoltaik auf städtischen Gebäuden bis zur Neubewertung aller städtischen Projekte nach Klimakriterien - auf den Weg gebracht haben oder regionalen Klimabündnissen (Beispiel Husum) beigetreten sind.

Und zum Thema Mobilität: Niemand will alle Autos wegnehmen, oder die Bürgervorsteherin per Rikscha fahren lassen (nicht das dies unmöglich wäre, wie uns der Istanbuler Bürgermeister mit seinem Arbeitsfahrrad zeigt), und gleichzeitig sollten wir alle Möglichkeiten betrachten. Dass dies möglich ist und bereits direkt in unserer Nähe umgesetzt wird, zeigen alternative Verkehrsoptionen wie etwa die Option „Zweitwagenfrei“ in Nordfriesland, das Modell

„Dörpsmobil“ und die stetige Weiterentwicklung des Radverkehrswegenetzes. All diese sind kreative Möglichkeiten, den Verkehr intelligent zu lösen, neue Energiemodelle in die Stadt zu holen und damit attraktive neue Wirtschaftszweige anzukurbeln, die wir für Schleswig durchdenken sollten.

Ich wünsche mir, dass sich die nächste Aktuelle Stunde mit diesen innovativen und alternativen Möglichkeiten beschäftigt, statt sich nach althergebrachter politischer Manier gegenseitig zu kritisieren und am Ende nichts Neues für die Schleswigerinnen und Schleswiger auf den Weg zu bringen.