Berichte und Artikel

Erster Schleispaziergang im Friedrichsberg

#neueEnergiefürSchleswig
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Am Sonntag fand der erste von sieben Schleispaziergängen mit der Bürgermeisterkandidatin Wiebke Hansen statt.

Sie lädt die Schleswiger Bürgerinnen und Bürger dazu ein, an den kommenden Sonntagen jeweils um 11:00 Uhr gemeinsam besondere Ecken Schleswigs zu besuchen - mit Zeit zum Klönen und Spazierengehen, zu Mittag sind alle wieder Zuhause. Gestartet wird an verschiedenen Orten entlang des Schleibeckens, genaue Termine und Treffpunkte finden Sie auf https://www.wiebke- hansen.com/start/termine/.

 

Wiebke Hansen berichtete, es sei eine hochinteressante Tour durch den Friedrichsberg gewesen. Der Spaziergang ging vorbei am Öhr, dem Einkaufszentrum und dann zum Stadtmuseum. Babette Tewes berichtete über die kommenden Planungen, das Museum noch schöner zu gestalten mit einer leichter zugänglichen Spielzeugsammlung und einem noch schöneren Café.

Weiter ging es zum Kleinberg, einem kleinen ursprünglichen Platz mit liebevoll erhaltenen Wohnhäusern und altem Baumbestand. Über kleine Fußwege gelangte die Gruppe unter der Brücke vorbei am OLG und zum Wikingeck. Wiebke Hansen: „Mir fällt hier insbesondere der Bärenklau am Ufer gegenüber dem Gottorfer Damm auf. Um die Beseitigung dieser giftigen Pfanze habe ich bereits die Umweltdienste gebeten.”

An aktuellen Themen interessierte besonders die Frage um die Situation am Wikingeck. „Hier muss es vorangehen“, so Wiebke Hansen, „als Aufgabe des Bürgermeisteramtes sehe ich es an, alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen und konsequent eine gemeinsame Lösung voranzutreiben.“

Zurück ging es durch die Friedrichstraße. Wiebke Hansen bewunderte die wunderschönen Ecken - wie den Kleinberg und alte Villen - und wies jedoch genauso auf die weniger schönen Seiten unter der Brücke und ungepflegten Leerstände hin, bei denen es ebenfalls Handlungsbedarf gibt. Dank für die Friedrichsberger Geschichten gilt Dr. Johannes Thaysen, dem Vorsitzenden des Friedrichsberger Bürgervereins und Dr. Babette Tewes, für die interessanten Einsichten rund ums Stadtmuseum.

Am nächsten Sonntag findet der zweite Spaziergang um 11 Uhr ab Schloss Gottorf statt.

 

Klima & Nachhaltigkeit - Strategie für Schleswig

Foto: Engagement global, Workshop Juni 2019
Foto: Engagement global, Workshop Juni 2019

Zur Aktuellen Stunde der Ratsversammlung zum Thema "Klimawandel - was bedeutet das für Schleswig" hatte ich kommentiert.

 

Zu meiner Freude fand  auf FB neben den üblichen Kritiken auch eine konstruktive Diskussion statt zu Themen wie Elektro-Auto vs. Lithiumbatterien, Parkplätze und Fahrradwege, sowie die Frage an mich, wie denn mein Konzept zum Thema Klimawandel aussähe. Darauf möchte ich hier antworten.

 

Die Ausrichtung der Verwaltung und des Handelns der Stadt in Richtung Klimaschutz und Nachhaltigkeit stellt für mich eine Grundhaltung dar. Die “global nachhaltige Kommune” ist ein von der Bundesregierung unterstützter Ansatz, der von der Servicestelle Kommunen der einen Welt begleitet wird. Hier finden sich Experten, die Kommunen in genau dieser Ausrichtung begleiten: die 17 Punkte des Pariser Abkommens der Vereinigten Nationen – Stichwort Agenda 2030 - sind heruntergebrochen zu konkreten Bereichen und messbaren Kennzahlen. Die Servicestelle bietet an, gemeinsam mit der Stadt eine Anfangsbilanz zu erstellen, aus der heraus dann eine Strategie – der Masterplan – für die kommenden Jahre erstellt wird.

 

Genau damit möchte ich beginnen: mit der Erstellung der Anfangsbilanz. Aus der heraus dann der Masterplan mit konkreten Zielen entsteht. Ziele, für die wir messbare Kriterien haben, die wir über die Jahre verfolgen können. Ein Kriterienkatalog hilft auch, jeden neuen Antrag auf seine Auswirkung auf Klima und Nachhaltigkeit zu überprüfen und in die Entscheidung mit einzubeziehen. Andere Städte hier im Norden machen das heute schon.

 

Im Sinne der Transparenz sollen diese Kriterien, und wie weit wir in Schleswig sind, auch öffentlich dargestellt werden (schleswig.de).

 

Zusammengefasst, was möchte ich umsetzen:

  • Klimabilanz erstellen
  • Masterplan erarbeiten
  • Kriterien öffentlich darstellen
  • Runder Tisch Klima – der Plan soll ja auch umgesetzt werden.

Ich höre schon die Kritiker. Unkonkret. Jein. Eine Klimabilanz sagt mir, welche Bereiche schon gut sind – ich erwarte z.B. im Bereich Energieerzeugung durch die Projekte der Stadtwerke – Stichwort kalte Nahwärme – eine relativ gute Position. Im Bereich Stadtverkehr eine eher schlechte, da unser Radnetz dringend verbessert werden muss. Das unterstützen im übrigen alle Parteien.

Die Klimabilanz hilft daher dabei zu entscheiden, was zuerst getan werden muss und wo wir Mittel der Stadt am effektivsten einsetzen.

 

Ein “Runder Tisch” mit vielen Akteuren könnte z.B. im Bereich ÖPNV Schleischifffahrt, Busse, Fahrradverleih zusammen bringen und die verschiedenen Verkehrsmittel intelligent koppeln.

 

Dies sind meine Vorschläge. Welche Ideen haben Sie?

Erfolgreicher Auftakt der Wahlkampagne

Im prallgefüllten Alten Kreisbahnhof hat Wiebke Hansen, Bürgermeisterkandidatin der Grünen, heute Abend sich selbst und ihr Wahlprogramm der Öffentlichkeit vorgestell

Gut 50 Personen waren gekommen, um die Frau kennenzulernen, die nach eigenen Aussagen der Politik in Schleswig eine neue Richtung geben möchte. Zunächst berichtet Hansen von ihrem Werdegang als in Schleswig groß gewordene Mathematikerin und erfolgreiche Personalentwicklerin, die in Brüssel ihren italienischen Mann kennenlernt, mit ihm nach Italien geht, dort eine Familie gründet. Als die beiden Töchter aus dem Gröbsten heraus sind, führt der Weg über München zurück nach Schleswig – nach Hause

Dort wird sie vom Plastik in der Schlei förmlich mitgerissen. Sie initiiert einen Blog – Unsere Schlei plastikfrei – und wird politisch aktiv, schließt sich den Grünen an, wird Mitglied im Aufsichtsrat der Stadtwerke.

Klima- und Umweltschutz und die Mobilitätswende sind noch immer die Themen, die Wiebke Hansen voranbringen möchte. Hier hat sie viele Ideen. In ihrem politisch geprägten Elternhaus in Schleswig, wurde viel diskutiert. Doch erst mit einigem Abstand konnte sie die Politik für sich selbst entdecken.

Ihr eigentliches Herzensthema ist jedoch die Verwaltung und Personalführung. Als Personalentwicklerin weiß sie, wie sie Teams strukturieren und motivieren kann, wie Projekte erfolgreich zum Ziel geführt werden können. Dies möchte sie in Schleswig einbringen.

Nach ihrer Vorstellung ist Zeit für Fragen, die Hansen sich in Ruhe anhört, manchmal nachfragt, um dann besonnen zu antworten. Bürgerbeteiligung sei ihr wichtig, wie sie betont. Nach der Art und Weise wie sie mit den Anwesenden spricht, glaubt man ihr das auch.

Genau das was Schleswig braucht“, sind am Ende des Abends viele Zuhörer überzeugt.

Eine echte Chance für Schleswig.

 

Im Bild: Ov-Sprecherin Dorothee Tams, Kreisverbandssprecherin Uta Bergfeld, Bürgermeisterkandidatin Wiebke Hansen, Landesverbandsvorsitzende Anna Tranziska, Fraktionssprecherin Babette Tewes

 

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„Klimawandel - was bedeutet das für Schleswig“ - Aktuelle Stunde der Ratsversammlung 24.06.2019

Ich bin überrascht. Überrascht über die Reaktion der Ratsversammlung auf die Aktuelle Stunde zum Thema Klimawandel. Hier ging es darum, eine konstruktive Diskussion zu führen über die nächsten Schritte, die wir in Schleswig zum Thema Klimawandel anstoßen können.
Eine Diskussion, die sich angesichts des Wahlergebnisses der Europawahl viele Einwohnerinnen und Einwohner dieser Stadt wünschen. Nun wird das den Grünen als Wahlpropaganda für die kommende Bürgermeisterwahl ausgelegt, und damit die so wichtige ernsthafte Diskussion verhindert.

Ein Drittel der Schleswiger Wählerinnen und Wähler haben ihre Stimmen den Grünen gegeben, die sich insbesondere für das Thema Klimaschutz einsetzen. Da halte ich es für völlig konsequent, als Auftakt eine Aktuelle Stunde zu beantragen.
In Städten quer durch Schleswig-Holstein
Flensburg, Neumünster, Mölln oder Lübeck- wird der Klimanotstand beantragt und mehrheitlich vom städtischen Rat auch mit den Stimmen von CDU und SPD beschlossen! Hier in Schleswig wurde stattdessen der weit sanftere Weg einer Aktuellen Stunde gewählt, und das wird den Grünen als Wahlpropaganda ausgelegt?

Persönlich halte ich es für höchste Zeit, dass wir uns in der Stadtverwaltung und Politik mit Themen des Klimawandels beschäftigen und z.B. unsere Beschlüsse dahingehend überprüfen, wie es schon viele Gemeinden in Schleswig-Holstein machen: Kiel ist ausgezeichnet als Masterplan-Kommune beim Bundesprogramm „Masterplan Klimaschutz“. Flensburg, Lübeck, Neumünster, Bad Segeberg, alles Kommunen in Schleswig-Holstein, die den Klimanotstand ausgerufen und entsprechende Aktionen - von Photovoltaik auf städtischen Gebäuden bis zur Neubewertung aller städtischen Projekte nach Klimakriterien - auf den Weg gebracht haben oder regionalen Klimabündnissen (Beispiel Husum) beigetreten sind.

Und zum Thema Mobilität: Niemand will alle Autos wegnehmen, oder die Bürgervorsteherin per Rikscha fahren lassen (nicht das dies unmöglich wäre, wie uns der Istanbuler Bürgermeister mit seinem Arbeitsfahrrad zeigt), und gleichzeitig sollten wir alle Möglichkeiten betrachten. Dass dies möglich ist und bereits direkt in unserer Nähe umgesetzt wird, zeigen alternative Verkehrsoptionen wie etwa die Option „Zweitwagenfrei“ in Nordfriesland, das Modell

„Dörpsmobil“ und die stetige Weiterentwicklung des Radverkehrswegenetzes. All diese sind kreative Möglichkeiten, den Verkehr intelligent zu lösen, neue Energiemodelle in die Stadt zu holen und damit attraktive neue Wirtschaftszweige anzukurbeln, die wir für Schleswig durchdenken sollten.

Ich wünsche mir, dass sich die nächste Aktuelle Stunde mit diesen innovativen und alternativen Möglichkeiten beschäftigt, statt sich nach althergebrachter politischer Manier gegenseitig zu kritisieren und am Ende nichts Neues für die Schleswigerinnen und Schleswiger auf den Weg zu bringen.