Mein Programm

Erhalten, was uns erhält: Für ein besseres Klima...
Die globale Klimakrise und die damit verbundenen existenziellen Bedrohungen gehen auch an Schleswig nicht vorbei. Die Reduzierung von CO2-Emissionen ist nicht erst seit den „Fridays for Future“ in aller Munde. Deshalb werde ich gemeinsam mit den Menschen in unserer Stadt, mit Politik, Wirtschaft und Initiativen eine Strategie entwickeln, die Stadt bis zum Jahr 2040 klimaneutral zu machen.

Konkret werde ich:

  • einen „Runden Tisch Klima“ einrichten.
  • umgehend eine Klimabilanz erstellen.
  • einen Masterplan Klimaschutz initiieren, um ganz konkrete Maßnahmen zur CO2-Reduzierung zu erarbeiten.
  • alle städtischen Projekte auf ihre Klimarelevanz überprüfen und im Sinne des Masterplans Klimaschutz umsetzen.


... und eine gesunde Umwelt
Schadstoffbelastete Gewässer, weniger Summen und Brummen in der Luft – das sind Anzeichen einer kranken, ausgelaugten und überstrapazierten Natur, die auf den Menschen zurückgehen. Und Anzeichen dafür, dass wir Grenzen überschreiten. Diesen Herausforderungen müssen wir uns stellen, indem wir Maßnahmen zum Schutz der Umwelt vorantreiben.

Konkret werde ich:

  • gemeinsam mit allen Menschen dieser Stadt dafür sorgen, dass Schleswig plastikfrei wird.
  • mich konsequent für Maßnahmen zur Schleisanierung einsetzen, wie etwa stoffliche Einträge (Plastik, Nährstoffe, etc.) zu reduzieren. Dazu stimme ich mich mit den Schleigemeinden ab.
  • Schleswigs Weg zur Vergrößerung der Artenvielfalt vorantreiben, z.B. mit Wildblumenwiesen auf öffentlichen Flächen und Grünflächen (z.B. Dachbegrünung oder vertikale Begrünung) bei Neuanlage von Plätzen oder Gebäuden.


Mobilität in Schleswig neu denken
Die Innenstadt soll bequem, sicher und zuverlässig von Jung und Alt auch ohne Auto erreichbar sein. Deshalb brauchen wir intelligente Strategien zur Kopplung von Verkehrsmitteln. Dies erreichen wir durch ein flächendeckendes Radwegenetz, das alle Stadtteile verbindet und für unsere Kinder die Schulwege sicherer macht, einen starken ÖPNV und attraktive Carsharing- und Fahrradverleih-Angebote.

Konkret werde ich:

  • mich für eine intelligente Kopplung von Verkehrsmitteln einsetzen.
  • den Beschluss zur fahrradfreundlichen Stadt entschlossen umsetzen.
  • Anreize für die Nutzung des ÖPNV schaffen.
  • ein Parkleitsystem mit dezentralen Parkmöglichkeiten einführen. Dieses soll auch die privaten Parkflächen mit einbeziehen.
  • Parkraumbewirtschaftung als Baustein für eine lebenswertere Innenstadt für alle nutzen.
  • Schulwege zu Fuß und mit Fahrrad sicherer machen, z.B. durch klare Kennzeichnung und seitliche Begrenzungen.

Stadtentwicklung ist… viel mehr als Bauen!
Eine Stadtentwicklung mit den Menschen im Mittelpunkt erfordert den Blick für das große Ganze. Menschen wollen sich an dem Ort wohlfühlen, an dem sie leben. Ich möchte mit den Bürgerinnen und Bürgern eine Vision mit konkreten Zielen für ein lebenswertes Schleswig erarbeiten und umsetzen.

Zahlreiche städtebauliche Großprojekte stellen Schleswig vor große Herausforderungen. Bei allen Projekten stehen für mich eine solide finanzielle Tragfähigkeit sowie der nachhaltige Nutzen für die Stadt und ihre Bewohnerinnen und Bewohner im Vordergrund. Mit öffentlichen Mitteln finanzierte Bauten sowie neue Baugebiete sollen dem Wohle der Allgemeinheit zugutekommen. Sie sollen nicht von wirtschaftlichen Interessen Einzelner gelenkt werden. Energieeffizienz und Klimaverträglichkeit spielen eine ebenso große Rolle wie eine gute Infrastruktur für Fahrrad und ÖPNV.

Konkret werde ich:

  • die historische Bausubstanz als Grundpfeiler für die Attraktivität, Lebensqualität und das besondere Gesicht Schleswigs erhalten.
  • Sanierung von Bestandsbauten gegenüber Abriss und Neubau fördern.
  • die Innenstadt so gestalten, dass Menschen durch besondere Wohlfühlorte, Einkaufsmöglichkeiten, Sitzgelegenheiten, Treffpunkte, Cafés, grüne Oasen, Wasser, Verbindungen zur Schlei angelockt werden.
  • das ehemalige Hertie-Gelände unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger weiterentwickeln.
  • eine durchdachte Verkehrsanbindung zum neuen Stadtteil Auf der Freiheit entwickeln. Höchste Standards für den Klimaschutz müssen bei der Bebauung die Richtung vorgeben.
  • wieder einen stärkeren Wohnungs-Mix, den sich alle leisten können, in Schleswig etablieren.


Kultur und Tourismus
Unsere Stadt ist reich an Kultur und Geschichte. Gepaart mit der Lage an der Schlei ist Schleswig ein idealer Tourismusort, der nicht zuletzt durch die Anerkennung Haithabus und des Danewerks als Weltkulturerbe neuen Schwung erhält. Auch die vielen Kulturschaffenden und Vereine tragen zu einem bunten und vielfältigen gesellschaftlichen Leben bei. Diese Angebote und Institutionen brauchen die Unterstützung von Politik und Verwaltung, um sich weiterhin kreativ und kraftvoll entwickeln zu können.

Konkret werde ich:

  • einen Masterplan Wikingerstadt Schleswig initiieren, um die Stadt mit dem Welterbe Haithabu und Danewerk zu verbinden.
  • dafür sorgen, dass das neue Kulturhaus auf der Freiheit zu einem lebendigen Kulturort für jedermann wird.
  • nachhaltigen Tourismus weiter vorantreiben.
  • die touristische Infrastruktur weiter ausbauen und die Entwicklung kluger Wegeverbindungen fördern.
  • dafür sorgen, dass die Anzahl klimafreundlicher und nachhaltiger Übernachtungsmöglichkeiten für Besucherinnen und Besucher erhöht wird.
  • dafür sorgen, dass die freiwilligen Leistungen der Stadt für Kultur-, Tourismus- und Freizeitangebote auf einem angemessenen Level bleiben.


Bildung und Jugend - in Schleswigs Zukunft investieren
Schleswig kann nur als Mehrgenerationenstadt funktionieren. Daher ist es von besonderer Bedeutung, unsere Stadt attraktiver für Jugendliche, junge Erwachsene und Familien zu machen. Eine Perspektive zu haben, in Schleswig bleiben zu können, ist der Wunsch vieler junger Erwachsener. Das landesweite Semesterticket ist eine erste Möglichkeit, von Schleswig aus die eigene Zukunft gestalten zu können.
In Schleswig sollen alle Kinder von Anfang an die gleichen Bildungschancen haben. Wir sind hier bereits auf einem guten Weg, die Stadt bietet ein breites Bildungsangebot. Dieses gute Bildungsangebot muss jedoch attraktiv bleiben und allen zugänglich sein.

Konkret werde ich:

  • in Zusammenarbeit mit der Jugendkonferenz neue Räume für Jugendkultur suchen. Schnelle und unkomplizierte Lösungen sind mir hier besonders wichtig.
  • die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten am Berufsbildungszentrum zusammen mit der IHK und HWK weiter stärken und ausbauen.
  • Schleswig als Gesundheits- und Pflegestandort profilieren. In Zusammenarbeit mit den regionalen Einrichtungen und Firmen möchte ich eine Pflegeschule in Schleswig aufbauen.
  • unsere Stadt zu einer Vorreiterin der positiven Wahrnehmung und Beteiligung von Jugendlichen entwickeln. Die Jugendkonferenz und andere Jugendvertretungen werde ich bei Entscheidungen, die sie betreffen, von Beginn an einbeziehen.
  • die niedrigschwelligen Angebote für junge Familien z.B. durch die Familienzentren stärken.
  • jedem Kind kurzfristig einen Krippen-bzw. Kitaplatz anbieten können.
  • für unsere Schulen ein positives Lernklima in ansprechenden Räumlichkeiten schaffen können, mit modernen Lern -und Lehrmitteln.
  • ausreichend Schulsozialpädagoginnen und -pädagogen in unseren Schulen einsetzen.
  • eine verlässliche Betreuung unserer Schulkinder im Ganztag gewährleisten können. Diese sorgt für Chancengleichheit für alle Kinder und ermöglicht allen Müttern und Vätern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Soziales & Gesellschaft - eine Stadt für uns alle
Schleswig bietet Lebensqualität für alle Generationen. Stadtteile mit besonderem Förderbedarf müssen unterstützt werden. Stadtteilzentren können das Dach für soziale Angebote in den Stadtteilen bieten. Viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer haben bei der Ankunft der geflüchteten Menschen aus den Kriegsregionen im Nahen Osten und den Krisenregionen in Afrika geholfen. Das ehrenamtliche Engagement braucht eine hauptamtliche Verstetigung.
Als Bürgermeisterin sehe ich mich in der Pflicht, auf die Erreichung der tatsächlichen Gleichberechtigung hinzuwirken.
Unsere Vereine sind ein Zentrum des gesellschaftlichen Lebens, sie tragen zu einer bunten und vielfältigen Stadt bei. Diese wichtige gesellschaftliche Aufgabe möchte ich durch Förderungen unterstützen.

Konkret werde ich:

  • Stadtteilzentren in Schleswig-Süd und St. Jürgen schaffen, als zentrale Anlaufpunkte für die Menschen vor Ort und Bindeglied zwischen Vereinen, Verbänden, sozialen Einrichtungen, Bildungsstätten und der Verwaltung.
  • die Flüchtlingshilfe Schleswig-Haddeby durch eine langfristige organisatorische, wie finanzielle Planung institutionell fördern und Integration stärken.
  • Inklusion und Teilhabe fördern, z.B. durch einen Behindertenbeauftragten.
  • Modelle entwickeln, die in den verschiedenen Bereichen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern
  • gemeinsam mit der Politik eine Vereinbarung zur Sicherung der Höhe der freiwilligen Leistung zur Vereinsförderung treffen.
  • durch Mentorinnen-Programme Frauen für politisches Engagement stärker aktivieren. Nur 22% Frauenanteil in der Schleswiger Ratsversammlung sind einfach zu wenig!


Schleswigs Finanzen auf solide Beine stellen
In den letzten Jahren hat Schleswig aufgrund der guten wirtschaftlichen Lage der Schleswiger Unternehmen regelmäßig Haushaltsüberschüsse erwirtschaftet. Die Haushaltslage der Stadt ist dadurch allerdings nicht besser als in anderen Städten. Der hohe Schuldenstand, viele große Investitionen und ein hoher Sanierungsstau in der öffentlichen Infrastruktur sind schwere Belastungen für die Zukunft.

Konkret werde ich:

  • den Weg der Haushaltskonsolidierung fortsetzen. Alle zusätzlichen Ausgaben der Stadt Schleswig müssen mit einer Gegenfinanzierung einhergehen, um neue Schulden zu vermeiden.
  • gemeinsam mit der Ratsversammlung einen Pfad zum Abbau des Sanierungsstaus aushandeln, um eine feste und verlässliche Investitionsquote für die kommenden 10 Jahre zu haben.
  • durch langfristige und verlässliche Planungen für Gewerbetreibende, die Förderung der Unternehmensansiedlung und damit verbundene neue Arbeitsplätze in Schleswig sicherstellen.

Schleswigs Wirtschaft fördern
Die Stadt Schleswig braucht als Zugpferd in der Region Schleswig den Ausbau der Zusammenarbeit mit den ansässigen Akteuren der Wirtschaftsförderung und des Stadtmarketings. Diese kennen sich mit der Stadt, den Leuten und der Region aus und vermarkten die Stadt und die Wirtschaftsregion Schleswig national und international.

Konkret werde ich:

  • durch den Aufbau eines Gründerzentrums innovative Start-Ups fördern und ansiedeln.
  • die überregionale Zusammenarbeit mit den Universitäten und Hochschulen in Flensburg und Kiel fördern, insbesondere im Bereich Erneuerbare Energien und Digitalisierung.
  • gemeinsam mit Initiativen die Möglichkeiten der Kreativwirtschaft weiterentwickeln.
  • die Möglichkeiten der Stadtverwaltung nutzen, um die Ansiedlung und den Erhalt von lokalem Einzelhandel in Schleswig zu stärken.
  • den Ausbau des Glasfasernetzes durch die Schleswiger Stadtwerke als wesentlichen Standortvorteil für unsere Stadt und die gesamte Region nutzen.


Schleswig gestalten statt verwalten
Unsere Stadt muss sich den zukünftigen Herausforderungen stellen können. Dafür benötigt sie eine starke Verwaltung, die effizient und transparent arbeiten und mit den Herausforderungen wachsen kann. Die Koordination zwischen den verschiedenen Arbeitsbereichen und Projekten sowie das Führen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellt eine meiner Kernkompetenzen als Bürgermeisterin dar. Ich möchte mit Weitblick unsere Stadt und ihre Verwaltung zukunftsfähig gestalten.

Konkret werde ich:

  • eine Personalentwicklungsstrategie erarbeiten und umsetzen, um dem derzeitigen Personalmangel entgegenzuwirken und als Arbeitgeberin attraktiv zu bleiben, z. B. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung die Möglichkeit bieten, sich zu Projektleitungen fortbilden zu lassen.
  • eine Priorisierung der wichtigsten Projekte vornehmen, um personelle Konsequenzen neuer Projekte transparent zu machen.
  • Schleswig.de als Portal zur Verwaltung überarbeiten.
  • Digitalisierung der wichtigsten bürgernahen Vorgänge in die Wege leiten.
  • einen „Leitfaden zur Bürgerbeteiligung“ entwickeln.
  • flexible Arbeitszeitmodelle fördern und damit Vereinbarkeit von Familie und Beruf möglich machen.